Erste Hilfe am Hund!

 

Themenübersicht

 
Magendrehung permanenter Durchfall
Krampfanfälle Unterleib-Schwellung

Hitzschlag

Atmenot u. Ersticken
Schock Insektenstiche
Schnittverletzungen Transport zum Tierarzt
Augenverletzungen Druckverband anlegen
dauerhaftes Erbrechen Erste Hilfe Kasten

 

   

 Bild

 

 

 

Verhalten bei Krampfanfällen (Beispiel Epilepsie)


Symptome:

- unkontrollierten Bewegungen,
- Muskelzucken der Kopf- und Nackenpartien und Extremitäten
- begleitend von starkem Speichelfluss.
- Umkippen auf die Seite
- gelegendliches absetzen von Kot und Urin
- festes aufeinanderbeißen der Zähne


Massnahmen

- Halsband abnehmen
- Sämtliche Gegenstände in der Umgebung entfernen, damit sich das Tier nicht daran anschlägt (z.B. Tisch beiseite schieben, Hund von der Heizung o. Wand wegziehen))
- Atmenhilfestellung, indem Sie den Kopf fest und den Nacken gestreckt halten.
- Niemals den Finger in den Rachen des Tieres stecken
- Für dunkle und ruhige Umgebung des Tieres sorgen.
- Vermeiden Sie alle plötzlichen lauten Geräusche wie Türklingeln oder zugeschlagene Türen.
Normalerweise gehen solche Anfälle schnell vorbei.

Halten Sie die Symptome vor, während und nach dem Anfall schriftlich fest, und informieren Sie sobald wie möglich den Tierarzt.

Diese Anfälle sind typisch für die Erkrankung der Epilepsie.
Lassen sie auf jedenfall die Blutwerte untersuchen.
Ganz wichtig sind dabei die Entzündungswerte wie Leukos.

 

Bild

 

 

Die Magendrehung beim Hund

 

Ein häufig unterschätztes Problem
"Sowas kann doch meinen nicht passieren!"
Eine Aussage, die man öfter zu hören bekommt, doch leider passiert es nur zu oft, meist durch Unwissenheit, die hätte vermieden werden können.

Meist betrifft diese lebensgefährliche Krankheit größere und ältere Hunde, mit erschlafften Gewebe, und oft genug, wenn sie sich einmal den Bauch vollschlagen.

Es ist fast immer eine Operation nötig, und meist kommt selbst die zu spät.



Ursachen:

Am meisten gefährdet sind Rassen mittlerer und großer Größe mit tiefer Brust, und davon meist Rüden häufiger als Hündinnen.

-> Ausdehnung des Magens, wegen einer zu großen Futtermenge

-> Erschlaffung des Gewebes im Alter

-> Gasentwicklung im Magen, mit anschliessender Ausdehnung, verursacht durch ein Zusammenspiel mehrerer Bakterien (Streptokokken, Milchsäure-Bakterien, Clostridien und Hefe)

-> Bewegung nach den Füttern, mit anschliessenden Umschlagen des Magens



 


Symptome

-> Würgen, wenig bis ohne Auswurf (evtl. Schleim)

-> Anfangs Unruhe bis hin zur Apathie (Regungslosigkeit)

-> Kreislaufzusammenbruch (durch mangelnde Durchblutung, Gefäße werden abgeklemmt)



Massnahmen:

Sofort zum Tierarzt, eine Operation ist umumgänglich.
Zuvor wird der Magen zwecks Punktion entlastet und der Kreislauf stabilisiert.
Ist dieser stabil, wird operiert.
Der Magen wird geleert und in seine normale Position zurückverlegt.
Magen wird befestigt, das heisst an eine Rippe (als Beispiel) festgenäht.
Nach der Operation besteht noch weitere 3 Tage die Gefahr, das Herzrythmusstörungen auftreten.
Ist die Bauchwunde verheilt, kann der Hund wieder ein normales Leben führen, auf Besonderheiten muss nicht geachtet werden.



Vorbeugen:

Nicht nur einmal mit größeren Portionen füttern, lieber 2 mal in kleineren Mengen.
Unmittelbar nach der Fütterung größere Ansträngungen, sowie Spielen und Toben unterbinden.
Bei den ersten Anzeichen sofort reagieren.
Jede Sekunde zählt.

------------------------------------------------------------------------------------

 Erfahrungsbericht die Magendrehung

Unser Hund verstarb am 21.06.2013 trotz erfolgreicher OP an den Folgen der Narkose.

Erfahrungsbericht: Die Magendrehung

Samstag der 15. Juni 2013

Tag der Magendrehung

Schnell, unerhofft und tödlich

Da hört man schon so oft von diesem Krankheitsbild, und hofft, dass es einem selber nicht erwischt. Man informiert sich darüber und denkt sich, ach sowas wird uns schon nicht passiere. Trotz Einhaltung der Ruhepausen nach der Fütterung und nicht all zu großen Portionen passierte es uns doch.

Der Fall Chris, Beauceron, großer Rüde 9,5 Jahre alt.

Es war ein Samstag... der Tag begann wie immer, morgens Gassi, wir fuhren dann eine längere Strecke um meine Familie zu besuchen. Dort angekommen freute sich mein Hund des Lebens, und war auch noch gut drauf. Um ca 17 Uhr bekam er dann seine Mahlzeit, Nudeln mit Hähnchenmägen.
Er war schon immer der große Schlinger und auch diesmal fras er seine Portion in Recordzeit runter. Danach war auch Ruhe angesagt. Diese Ruhe dauerte aber nur 5 Minuten, er begann stark zu hecheln, wurde immer unruhiger und folgte mir auf Schritt und Tritt. Zuerst kam mir der Gedanke dann er sich vielleicht übergeben muss, da er wiedermal so hastig alles runterschlang. So stand ich mit einer Schüssel bereit zum Unterstellen neben ihn, er legte sich ins Platz und fing an ständig seine Beine zu strecken, kroch mit den Bauch robbend immer weiter vor, das Hecheln wurde immer stärker.
Nächster Gedanke war, vielleicht muss er sich auch lösen, er hatte ja an den Tag auch viel getrunken da es recht warm war.
Also ging ich mit ihm auf die Wiese vor der Tür. Dort löste er sich komplett mit Urin und Kot. Nur irgendwie viel mir von oben gesehen auf dass sein Bauchumfang viel mehr wurde, als mein Freund kam fragte ich ihn ob er es auch so sehe, er war der selben Meinung. Als ich den Bauch antastete wurde er noch unruhiger und streckte immernoch im Wechsel seine Beine aus. Wir also schonmal Auto geöffnet und dachten uns, was solls, wir lassen es nachsehen, der Gedanke Magendrehung kam mir da schon in den Sinn, aber ich hoffte immernoch dass es ihm einfach übel war. Als er in seine Box sprang fing er das Quietschen an und im Auto fing er an sich zu würgen, ohne dass irgendwelcher Schleim oder sonstiges mit rauskam, das ging 4-5 mal nacheinander. Es schaute aus wie sich übergeben müssen aber ohne Inhalt. Spätestens da wusste ich, das kann nur eine Magendrehung sein. Also sofort Autodeckel zu, eingestiegen und mit Vollgas zum Tierarzt. Unser Glück war er nur 3 Strassenblocks weiter, und auch 24 Std besetzt, wir kamen rein, die Artzhelferin tastete ihn auch ab und wurde sofort zum Röntgen hineingebracht, eine kurze Aufnahme zeigte es sofort an, es war definitiv eine Magendrehung, sie rief sofort den Tierarzt an und legte ihn 2 Kanülen in die Pfoten mit Flüssigkeit zum Kreislaufstabilisieren. In der Zeit kam eine weitere Arzthelferin mit einer langen breiten Kanüle und punktierte seinen Magen. Da kam sehr viel Luft raus wie bei einem Luftballon. Derweil kippte Chris bereits zur Seite und wurde bereits apatisch. Gleich darauf erschien schon der Tierarzt und stellte mir die Frage wann es anfing. Es war zu dem Zeitpunkt 17.40 Uhr. Ich schilderte ihm dass es kurz nach den Fressen auftrat also gegen 17.10 Uhr. Er meinte dass es sehr gut war dass es gleich danach auftrat und wir so schnell hier angekommen sind. So rechnet er ihm größere Überlebenschancen ein. Aber die OP war natürlich unumgänglich. Die nächste Frage war ob wir nun operieren wollen oder ihn gleich erlösen lassen, da es leider doch ungewiss ist ob er das noch überlebt aufgrund seines Alters, alles hängt davon ab wie der Magen aussieht. Wäre er während der OP bereits schwarz müsste man ihn gleich erlösen. Ich sagte er solle alles Probieren, Chris war bis dahin Top Fit und ich ging einfach vom Besten aus.
Nun hies es 40 Minuten Hoffen und Bangen dass die OP gut verläuft. Das war eine wirklich lange Zeit.
Als alles rum war kam nun die Artzhelferin zu uns und meinte, er hat die OP überstanden. Aber dennoch ist er nicht übern Berg, da nun noch die Aufwachphase nach der Narkose entscheident ist und ob der Magen danach überhaupt noch arbeitet. Demnach muss er einige Tage in der Klinik bleiben unter Beobachtung. So lies ich ihn schweren Herzens dort und verabschiedete mich von ihm als er noch schlief. Jeden Tag rief ich 3 mal an und fragte nach seinem Zustand. Am Montag kam dann die erste Anfütterung. Ich hatte wirklich angst ob der Magen das verkraften würde. Um 16 Uhr soll ich nochmal anrufen wie es aussieht. Nach der endlosen Warterei war es soweit, die Helferin sagte mir am Telefon dass er es super verkraftet hat und sich auch schon gelöst hätte, wir können ihn abholen. Da war die Freude sehr groß. Dort vor Ort erzählte uns der TA wie kritisch sein Zustand war. Die Milz habe sich ebenfalls mitgedreht, was das ganze noch schlimmer machte, nun bekamen wir noch Schmerztabletten und Dietfutter zur langsamen Magenangewöhnung... nun heisst es 4-5 mal tgl kleine Mengen füttern. in 10 Tagen sollen die Fäden gezogen werden, und danach kann er wieder sein normales Leben weiterführen.
Das war wirklich ein Erlebnis welches man nicht mitmachen muss, zudem da jede Sekunde zählt und man nur am Beten ist dass alles nicht zu spät ist. Demnach sage ich: Besser bei solchen Symptomen einmal mit falschen Alarm zum Tierarzt als abwarten bis es zu spät ist. Bei uns war es fast zu spät und das obwohl er innerhalb 30 Minuten nach den ersten Anzeichen bereits auf den OP Tisch lag. Auch der Tierarzt meinte das war verflixt knapp. Und es hat sich auch gelohnt sich zu entscheiden die OP durchführen zu lassen. Hätte ich mich fürs Einschläfern entschieden wäre er nun nicht mehr unter uns.

(Kostenpunkt komplett bis dato: 1770 Euro)

 

Donnerstag der 20. Juni - 5 Tage nach der OP

Morgens hatte Chris schon keinen Appetit mehr, sein Verhalten war ungewöhnlich unruhig, er würgte immerwieder kleine Futterreste hoch und sties Luft hoch. Ich fand das sehr ungewöhnlich und ging mit ihm schonmal raus auf die Wiese mit den Autoschlüssel in der Hand. Auf der Wiese musste er sich nochmals Übergeben ebenfalls mit Futterresten. Kurz drauf fiel er mir um und wollte kaum noch aufstehen und quietschte vor sich hin. Sofort ins Auto gestiegen und zum TA vor Ort gefahren. Er röntgte ihn und stellte erneute Luft im Magen fest und verwies uns sofort an unsere Tierklinik.

Dort angekommen wurde er sofort untersucht und geröntgt. Diese unendliche Warterei kam mir ewig vor bis sie rauskamen und mir diese Nachricht übermittelten: Der Magen hat aufgrund der Narkosenachwirkungen und den geschwächten Zustand nach der OP aufgehört zu arbeiten. Letzte Möglichkeit wäre, ihn wieder mit Infusionen und Medikamente in Gang zu kriegen. So begann die Angst um ihn erneut. Ich wusste nicht mehr wohin mit mir. Abends rief ich nochmals an wie es um ihn stünde. Die Medikamente haben bis dato noch nicht angeschlagen, die Dosis wird erhöht. Nachts kaum ein Auge zubekommen schaute ich immerwieder auf mein Handy. Am Freitag den 21.06.2013 um 8 Uhr früh klingele es. Der Tierarzt war dran.

"Ich muss ihnen leider die traurige Nachricht überbringen, ihr Hund hat es nicht geschafft. Der Magen hat sich dunkelrot verfärbt, weil er nicht mehr angefangen hat zu arbeiten und verstrab am morgen!"

Meine Welt brach zusammen.... und wir waren zuvor noch so glücklich, dass er die Magendrehung selber überlebte. Wir waren nur entsetzt....... Ruhe in Frieden mein Großer!

Wir werden dich nie vergessen.

 

Bild

 

Der Hitzschlag

 

Was im Notfall zu tun ist


Symptome:

- atmet schwer
- sehr schwach,
- evtl bewusstlos
- Zahnfleisch evtl. stark gerötet
- Körpertemperatur extrem erhöht.

Befindet sich ein Hund in diesem Zustand, handelt es sich um einen Notfall, der die sofortige Behandlung durch einen Tierarzt erforderlich macht. Gleichzeitig sollte umgehend versucht werden, die Körpertemperatur des Tieres zu senken.


Sie können das Leben Ihres Hundes retten,

-> vorsichtig abkühlen,
durch Bespritzen mit Wasser oder Auflegen feuchter Tücher. Evtl. ersatzweise Eis oder gefrorene Lebensmittel auf den Körper des Tieres legen. Aber diese vorher in ein Handtuch oder einen Lappen einwickeln, um Hautverletzungen zu vermeiden.
Aber Vorsicht: Plötzliches starkes Abkühlen, wie eine eiskalte Dusche kann die Situation noch verschlimmern

-> sobald Besserung auftritt und das Tier sich beruhigt hat, sofort zum Tierarzt befördern.
Selbst wenn es ihn anscheinend wieder gut geht, nicht so belassen.
Bei den Transport weiterhin kühlen, jedoch auf Auskühlung des Körpers achten


Vorsichtsmaßnahmen

An heissen Tagen ist es immer besser das Tier zuhause zu lassen.
Sollte es jedoch nicht möglich sein und lässt es sich nicht vermeiden, bitte berücksichtigt folgendes:

* im Schatten parken, und Fenster mit Pappe, Decken etc abdämmen.
* viele Fenster geöffnet lassen, damit die Luft circulieren kann, aber nicht so große Lücken, damit der Hund nicht rausspringen kann.
* für ausreichend Flüssigkeit sorgen, indem man eine Wasserschüssel mit kühlen Wasser einstellt.
* niemals länger als 10 Minuten im Auto lassen.

 

 

 

  Bild

 

 

 

Der Schock

 

Schock ist eine Art Kreislaufzusammenbruch

Ursachen:

--> hoher Blutverlust

--> extreme psychische Belastung

--> sehr starke Schmerzen



Symptome:

Taumeln,
Zusammenbrechen,
Zittern,
kalte Pfoten und Schwanzspitze,
blasse Schleimhäute,
schnelle, flache Atmung
rasender Herzschlag
Test: Drücken sie ihren Daumen eine 15 Sec. lang gegen das helle Zahnfleisch, es entsteht eine weisse Verfärbung.
Rötet sich diese Verfärbung nicht innerhalb von sekunden in ihre Ursprungsfarbe, ist es mit Sicherheit ein Schock.


Massnahmen:

1. Legen Sie den Hund auf die Seite.
2. Strecken Sie seinen Kopf und ziehen Sie die Zunge aus dem Fang.
3. Lagern Sie den hinteren Körperteil möglichst hoch.
4. Halten Sie den Hund warm (Decke).
5. Drücken Sie alle blutenden Wunden mit einer sauberen Binde oder einem Tuch ab.
6. Rufen Sie sofort einen Tierarzt zu Hilfe

 

 



Bild

 

 

 

Schnittverletzungen an den Pfoten

Plötzliche, aufgrund von Verletzungen durch Glasscherben oder andere spitze Gegenstände auftretende Blutungen kommen meistens bei Spaziergängen oder am Strand vor.

Verhalten in solch einen Fall:

Bei starker Blutung:
- mit Mullbinde oder einem sauberen Tuch abdecken
- gleichmäßigen Druckverband um die Pfote wickeln
- Entsprechende begandlung beim Tierarzt

Benutzen Sie keine elastischen Binden, und binden Sie die Gliedmaßen auch nicht mit anderen Hilfsmitteln ab (das heisst Gürtel, Fäden oder Kordeln), besonders nicht für längere Zeiträume (mehr als 15 Minuten).

 

 

Bild

 

 

 

Augenverletzungen

Bei Augenverletzungen muss sofort der Tierarzt aufgesucht werden.

Durchsuchen sie das Auge des Tieres, ob darin Fremdkörper erkennbar sind, wie z. B. Staubkörner oder Samen.
Ziehen sie jedoch NIEMALS selbtständig die Gegenstände aus den Auge.
Sollten spitze Fremdkörper darin sein, muss der Tierarzt den Hund in Narkose legen, um zu verhindern, dass sie noch weiter ins Auge eindringen.
Er spült dann das Auge mit klarem, warmen Wasser aus.
Verhindern sie, dass das Tier sich mit der Pfote am Auge kratzt oder sich am Boden entlangschleift.
Decken Sie das Auge mit einem feuchten Wattepad ab und befestigen diesen mit einer Mullbinde und brinegn sie ihr Tier zum Tierarzt.

 

Bild

 

 

das permanente Erbrechen

Gelegendliches Erbrechen, ist bei einen Hund nicht besorgnisserregened. Sollte er allerdings dies permanent tun, und auch einen schwachen, kränklichen Eindruck machen, ist dies schon etwas Ernstes.

Merken sie sich:

Wie oft?
Wie macht er das?
Wie schaut das Erbrochene aus? ( Beimengungen, Menge, Farbe, evtl Gallegeruch=?)

So können Sie Ihrem Tierarzt über beides genaue Angaben machen. Nehmen sie eine Probe des Erbrochenen in ein Gefäß mit, damit der Tierarzt eine Gewebe- bzw Materialuntersuchung durchführen kann.
Wichtig ist frisches Wasser zur verfügung zu stellen, aber nichts zum Fressen anbieten.

 

Bild

 

 

Schwellung des Unterleibs

Sollte der Unterleib ihres Tieres plötzlich und in kürzester Zeit deutlich anschwellen, ist dis ein Notfall, und sollte sofort zum Tierarzt gebracht werden.
Die ist ein Symptom einer Magendrehung oder Milzriss.
Das muss sofort operiert werden.

 

Bild

 

permanenter Durchfall


Symptome

Unter permanenten (akutem) Durchfall versteht man sehr dünnen Kot, eventuell mit Blut und/oder Schleim beigemengt. Gelegendlich muss sich das Tier gleichzeitig Erbrechen.

Verhalten:

-- Halten sie ihr Tier warm und machen sie sofort eine Nulldiät (also rein gar nichts zu essen geben).
-- Bieten Sie ihm Trinkwasser mit etwas Traubenzucker aufgelöst an, um den Glukosehaushalt auszugleichen, oder eine dünne Brühe.
-- bringen Sie ihn umgehend zum Tierarzt, wenn der Hund einen schwachen, aphatischen oder in sich eingezogenen Eindruck macht.
-- Sollte er sich trotz Durchfall den Anschein haben sich wohl zu fühlen, machen Sie zumindest einen Tierarzttermin zum nächstmöglichen Zeitpunkt aus.
-- Setzen Sie sich zunächst telefonisch mit dem Tierarzt in Verbindung und beachten Sie seine Anweisungen.

 

 

Bild

 

 

Ersticken

Anzeichen:

Panisches kratzen mit der Pfote im Schnauzenbereich und Würgen.

-> öffnen sie das Maul soweit es möglich ist, um den Auslösenden Gegenstand zu entfernen (vorsicht auf die Finger, in Panik achten Tiere nicht auf ihre Finger, auch wenn diese normal niemals reinbeissen würden)
-> Am Gaumenbereichkönnten Stöckchen oder Kauknochenreste sich quer gelegt haben

in manch Fällen kann der Fremdkörper nur unter Vollnarkose entfernt werden. Selbst wenn sie es selber entfernen konntn, ist es ratsam den Tierarzt nochmal nachschauen zu lassen , um evtl Überreste oder Verletzungen zu erkennen.

 

Bild

 

Insektenstiche

Insektenstiche erkennt man oft an der mit Schmerz verbundenen plötzlich auftretenden Unruhe sowie den nachfolgenden Schwellungen und Verfärbungen der Haut. Schwellungen sollten gut gekühlt werden.

Wird der Hund in den Hals gestochen, kann dies zu Atembeschwerden führen. Legen Sie dem Hund Eisbeutel, umwickelt mit einem Handtuch, auf den Kehlgang. Das Tier sollte sich dann möglichst wenig bewegen und im Kühlen bleiben. Sie sollten mit Ihrem Hund einen Tierarzt aufsuchen, wenn die Schwellungen länger als eine Stunde anhalten bzw. wenn sich der Stich im Gesichts- oder Nackenbereich Ihres Hundes befindet.

Bei allergischen Reaktionen, müssen sie sofort zum Tierarzt

Symptome:

- extrem starke Schwellungen und Rötungen im Stichbereich
- akute Atemnot
- Schwächeanfälle bis hin zum Zusammenbruch

Bitte beachten:
Allergien könen tötlich enden!

Sorgen Sie wenn möglich dafür, dass die Zunge des Tieres nicht nach hinten rutscht und die Luftwege frei bleiben.

 

Bild

 

 

Druckverband richtig anlegen

Wenn sich ein Tier geschnitten hat und es stark blutet, sollte ein Druckverband angelegt werden.
Nützlich ist immer ein Notfallköfferchen mitzuführen.

Dazu benötigt ihr

- nach Möglichkeit Sterile Kompressen
- 2 Mullbinden
- Nicht brennendes Desinfektionsmittel (z.B. Octanisept)

Durchführung:

--> Besprüht die Wunde mit den Desinfektionsmittel
--> legt die sterielen Kompressen darauf
--> umwickelt z.B. das Bein mit guten Zug mit den Mullbinden


Aber Vorsicht!

Setzt den Zug nicht zu stark an, damit noch weiterhin die Durchblutung gewährleistet wird.
Verwendet auf keinen Fall elastische Binden, diese sind bekannt dafür dass sie sich selbstständig weiter zuziehen und die Durchblutung stoppen.
Benutzt keine Kordeln, Gürtel oder sonstige Gegenstände die nur eintönig abbinden.
Nach 15 Minuten kann es sonst zu Durchblutungsstörungen kommen, und Gewebe kann beschädigt werden.

Bei starken Blutungen IMMER sofort den Arzt aufsuchen.
Wenn möglich: Ruft ihn zuvor an, damit sich das Ärzteteam auf eure Ankunft vorbereiten kann.
Beim Transport immerwieder auf Anzeichen des Schocks oder Kreislaufbeschwerden achten (entsteht bei zu hohem Blutverlust)

 

Bild

 

 

Transport zum Tierarzt

Sollte es nötig sein, den Hund umgehend zu einen Tierarzt zu bringen, sollten sie auf folgendes achten:

- Informieren sie nach Möglichkeit die Klinik über ihr Ankommen und über den Grund ihres Kommens, damit diese sich bis dahin vorbereiten können.

- Fahren sie trotz ihrer Emozionen anständig, überfahren sie keine roten Ampeln und halten sie das Tempo ein.
Dem Tier ist nicht geholfen wenn sie selber einen Unfall riskieren. Ein Notfall am Tier ist gesetzlich gesehen keine Ausrede bei Verkehrwidrigkeiten.

- je nach Fall halten sie das Tier während des Transports warm mit einer Decke (z.B. beim Schock
) oder kühlen sie es ab (z.B. bei Hitzschlag)


- auf jedenfall den Hund beruhigen, und zeigen, dass sie da sind.

 

 

Bild

 

Der erste Hilfekasten

Es passiert schnell, dass sich ein Hund verletzt.
Vorallem bei großen Reisen oder längeren Ausflügen, sollte solch einer vollständig mitgeführt werden.
Er sollte folgende Sachen enthalten:

* Sterile Kompressen um Wunden abzudecken

* Mindestens zwei Mullbinden oder Verbandspäckchen, um die Kompressen zu fixieren und bei Bedarf einen Druckverband anzulegen.

* Selbsthaftende Binden, damit halten Verbände einfach besser

* Klebeband, um die Verbände zu fixieren

* Eine Verbandschere

* Ein Fieberthermometer, um die Körpertemperatur zu kontrollieren


* Ein paar Gummihandschuhe, um sich selbst vor Giftstoffen und Infektionen zu schützen

* Ein paar Plastikbeutel, um im Falle einer Vergiftung Futter und Erbrochenes zu verwahren.

* Eine Pinzette, um Scherben und Splitter zu entfernen

* Ein nicht brennendes Desinfektionsmittel für kleinere Wunden (als Beispiel empfehle ich, Octanisept!)

Sie sollten regelmäßig überprüfen, ob der Erste-Hilfe-Kasten noch komplett ist und noch nichts über dem Verfallsdatum ist. Sind sterile Kompressen abgelaufen, können Sie sie weiter verwenden, sie sind dann nur nicht mehr steril.
Unsterile Gegenstände können zu einer Infektion führen!

 

  Bild

 

 

 

Das Kopieren und weiterveröffentlichen dieser Texte ist untersagt.

Alle Texte stehen unter Copyright von

www.rottweiler-vs-beauceron.de

mit freundlicher Genehmigung zur unterstützung der Text

von Pedigree.de

 

Bild